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ÖVG Aktuell 1/2004
Internationales Verkehrssymposium 2004

Personen- und Gütermobilität im alpinen Raum: Ohne Verkehr kein Tourismus!
6. bis 9. Juni 2004 in Innsbruck, Hotel Grauer Bär

Seit Jahrzehnten ist der Tourismus eine bedeutende Komponente des Wohlstandes in den Alpentälern. Während die gewerbliche und industrielle Nutzung des alpinen Raumes sich vorwiegend auf die Talsohlen konzentriert, ist der weitaus größere und schwerer zugängliche Teil der Hochgebirgslandschaft das eigentliche Eldorado für die Ski- und Wandertouristen. Dass sich hieraus aber auch wichtige Anforderungen an den Bereich Transport – Verkehr – Logistik ergeben, wird durch die Transitdiskussionen, die von den Medien besonders gern aufgegriffen werden, weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt.

Ganz bewusst klammert deshalb die ÖVG bei ihrem Internationalen Verkehrssymposium 2004 in Innsbruck (6. bis 9. Juni 2004) das Thema Alpentransit aus und konzentriert sich auf den inneralpinen Verkehr, bei dem es um Fragen der Erreichbarkeit und der Versorgung von Gewerbe-, Industrie- und Tourismusstandorten geht. Ganz besonders soll in Erinnerung gerufen werden, dass eine Erschließung der Naturschönheiten des alpinen Raumes für Erholungssuchende nicht möglich sein wird, wenn bereits das Erreichen der Alpentäler durch gezielte Maßnahmen (Beispiel: Verkehrsfreimachung) erschwert werden soll. Gerade das Beispiel des Tourismus im Alpenraum zeigt sehr deutlich, dass hier ein Denken und Planen in komplementären Leistungen erforderlich ist: Wer Tourismusleistungen anbietet, wird scheitern, wenn er ignoriert, dass komplementär dazu auch im Bereich Transport – Verkehr – Logistik bestimmte Leistungsangebote verfügbar sein müssen. Die ÖVG will den Blick auf diese im alpinen Raum zu beachtenden Erreichbarkeits- und Versorgungserfordernisse lenken. In Fachvorträgen und Diskussionen soll erörtert werden, welche Proportionen bei der Entwicklung der beiden Sachgebiete Tourismus und Verkehr einzuhalten sind, sodass die entsprechenden Logistikkonzepte einerseits mit den Vorgaben der Alpenkonvention in Einklang stehen, andererseits aber durch diese Problemlösungen auch der Gefahr einer wirtschaftlichen Verarmung der Bewohner des alpinen Raumes mit Entschlossenheit entgegengewirkt wird.

Präsident em. o. Univ.-Prof. Dr. Peter Faller

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